aktuell stiftung und verein zusammenarbeit pionierinnen links kontakt
aktuell


Das Zentrum Gender Studies in Basel ist umgezogen!

Sie finden die feministisch-theologische Bibliothek jetzt am

Zentrum Gender Studies
Petersgraben 9/11
CH - 4051 Basel


Neuerscheinung

Helen Schüngel-Straumann

Eva

Die erste Frau der Bibel: Ursache allen Übels?

Einband

Paderborn 2014
217 Seiten, 35 farb. Abb., Festeinband
€ 29,90 / CHF 40.-
ISBN: 978-3-506-77793-5
Auch als e-book erhältlich

Die erste Frau in der Bibel ( «EVA» Gen 1-3) ist in der christlichen Geschichte und Tradition weitgehend zu einer negativen Figur geformt worden, zum Symbol für die Unzuverlässigkeit von Frauen, zur Verführerin und Ursache allen Übels.

Diese Tradition ist auch heute noch nicht verschwunden. Die abendländische Philosophie, die stark dualistisch geprägt war - etwa den Gegensätzen Himmel/Erde, Geist/Körper, stark/schwach, Mann/Frau- hat dem weiblichen Teil immer die schlechtere Seite zugewiesen, die bessere dem Mann. Feministische Theologie und Genderforschung haben mittlerweile aber zu einem ganzheitlichen Verständnis von Körper, Leiblichkeit, Sexualität und Geschlechterrollen beigetragen. So ist es an der Zeit, Eva vor diesem Hintergrund neu zu betrachten. An den Bibeltexten selbst hat sich nichts geändert, aber das Bewusstsein einer einseitig auf den Mann fixierten Auslegung und ihrer Folgen ist gewachsen. Nicht nur bei Frauen, auch bei Männern. Ein neuer Blick auf die Texte selbst zeigt, dass die biblischen Verfasser nicht so frauenfeindlich waren, wie es oft dargestellt wird. Nur eine tendenziöse Auslegung, die die Vormachtstellung des Mannes stärken sollte, hat sie dazu gemacht.



Die Autorin

Helen Schüngel-Straumann, Dr. theol., geb. 1940 in St.Gallen/Schweiz, studierte Theologie in Tübingen, Paris und Bonn. Nach Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen und Hochschulen im Rheinland war sie von 1987-2001 Professoring für Biblische Theologie an der Universität Kassel.

Sie war Präsidentin der ESWTR (Europäische Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen) von 1995-1997 und ist Gründerin der Helen Straumann-Stiftung für Feministische Theologie, Sitz: Basel. Die Autorin wohnt jetzt in Basel




Helen Schüngel-Straumann

Meine Wege und Umwege

Eine feministische Theologin unterwegs

Einband

Paderborn 2011
275 Seiten, 43 s/w Abb. Festeinband
€ 24,90 / CHF 35,90
ISBN-978-3-505-77196-4
Auch als e-book erhältlich

Wie kommt es, dass ein Mädchen aus sehr einfachen Verhältnissen, das mit dem Heidi-Buch von Johanna Spyri aufgewachsen ist, eine bekannte Theologieprofessorin wird? Diese Frage beantwortet Helen Schüngel-Straumann in ihrer Autobiografie in anschaulicher und spannender Weise. »An dir ist ein Junge verloren gegangen!« Dieser Satz, der sie in ihrer Kindheit ständig begleitet hat, ist Motor für ihre Bestrebungen geworden, sich für die Rechte von Frauen in Kirche und theologischer Wissenschaft einzusetzen.


Selbst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren Frauen noch gezwungen, zahlreiche Hindernisse und Umwege in Kauf zu nehmen, um ein angemessenes berufliches Ziel zu erreichen. Vor allem in der katholischen Kirche waren und sind ihnen ja alle (Weihe-) Ämter verschlossen, so legte sich für sie mit ihrer Begeisterung für die Bibel ein wissenschaftliches Ziel nahe.

Über Jahrhunderte hatte man Frauen eingeredet, sich selbst an allem die Schuld zu geben. Viele haben das stark verinnerlicht. Helen Schüngel-Straumann hat erkannt, dass nicht sie schuld daran ist, weil sie »nur« ein Mädchen ist, sondern dass mit den Strukturen etwas nicht stimmt. Deshalb machte sie sich auf den Weg, diese zu hinterfragen und wird dann eine der Begründerinnen der Feministischen Theologie. Bis zu einer Professur war es dann allerdings noch ein langer und steiniger Weg, denn gerade dieses Engagement war den maßgeblichen Männern verdächtig, und so konnte sie erst mit 47 Jahren endlich als Professorin lehren.

Diese Autobiografie ermöglicht einen ganz persönlichen und lebensnahen Eindruck von Helen Schüngel-Straumanns Lebensreise und ihr Ringen um eine menschenfreundlichere Theologie und Welt.




Akten der ESWTR (Europäische Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen)

An der 12. internationalen Konferenz der ESWTR vom 29.8.-2.9.2007  in Neapel hat die Generalversammlung beschlossen, dass die Akten der ESWTR im Archiv der Helen Straumann-Stiftung für Feministische Theologie in Basel aufbewahrt und aufgearbeitet werden. Von Doris Strahm und Helen Schüngel-Straumann sollen sie so chronologisch geordnet werden, dass sie für künftige Forschungszwecke zur Verfügung stehen. Die Unterlagen sind voraussichtlich ab Winter 2008/09 im Zentrum Gender Studies der Universität Basel einzusehen.

An die ehemaligen Präsidentinnen der ESWTR ergeht der Aufruf, evtl. noch vorhandene Unterlagen an die Adresse der Stiftung oder privat an Helen Schüngel-Straumann zu schicken.

        

Unterlagen von Prof. Dr. Ilona Riedel-Spangenberger, Mainz (1948-2007)

Als Nachlass wurden der Stiftung 10 Aktenordner mit Material über „Frauen im Kirchenrecht“ (Aufsätze, Vorträge, Artikel) über rund zehn Jahrhunderte zur Verfügung gestellt. Auch diese Unterlagen können nach persönlicher Anfrage in Basel eingesehen werden.


 

Nachlass Herlinde Pissarek-Hudelist, Innsbruck (1932-1994)

Über die feministisch-theologischen Neuansätze in der Religionspädagogik durch Herlinde Pissarek-Hudelist, der ersten katholischen Theologieprofessorin Österreichs, wird derzeit an einer italienischen Dissertation in Rom gearbeitet. Die Verfasserin prüft, ob die Neuansätze auch für Italiens Religionspädagogik fruchtbar zu machen sind.
Barbara Müller Cicciarello, ‚Passione e sfida: La correlazione tra teologia e Religionspädagogik (pedagogia della religione) in Herlinde Pissarek-Hudelist (1932-1994)’ (Arbeitstitel)


Wie können Sie uns unterstützen?

Wer immer Ideen hat, wie der Stiftung geholfen werden kann, sei es durch Spenden, sei es durch Weiterverbreitung des Anliegens oder durch aktive Mitarbeit, möge sich bitte melden. Es werden auch gerne Faltblätter zugesandt. Der Phantasie bezüglich Unterstützung und Werbung sind keine Grenzen gesetzt!

Eigene Bücher zur Feministischen Theologie, die der Bibliothek abgegeben werden können, sind sehr willkommen (bitte vorher anfragen!).
Besonders wird gebeten um ein Exemplar neuer Dissertationen zur Feministischen Theologie, die inzwischen erfreulicherweise in grosser Zahl erscheinen. Die Literatur ist bereits so unüberschaubar, dass ohne Hilfe nicht mehr alle Titel angeschafft werden können.


Konto der Stiftung:

Luzerner Kantonalbank, Luzern
Konto Nr. 01-00-328254-02
(PC-Konto 60-41-2)
BIC/SWIFT LUKBCH2260A
IBAN CH32 0077 8010 0328 2540 2

Konto des Vereins:

Volksbank Staufen
Konto Nr. 290 8000
BLZ 680 923 00


top